Gezielte Öffentlichkeitsarbeit Gedanken und die dazugehörigen Aktivitäten

Viele Jahre hatte unser Rassegeflügelzuchtverein „ Edle Zucht“ Hückelhoven seine Heimat in einer Gaststätte in einem Ortsteil der Stadt Hückelhoven.

 

Der damalige 1. Vorsitzende Cornelius Pütz organisierte alljährlich eine attraktive Ausstellung.

Alle Mitglieder des Vereins, und natürlich auch die „Züchter-Frauen“,  haben den Ausstellungssaal immer wunderschön geschmückt und für die Ausstellungen hergerichtet.

Doch da diese Heimat mit den Jahren immer unsauberer und der Service immer schlechter wurde, schien es uns, als wären wir dem Wirt ein Dorn im Auge. Die gewünschten Besucherzahlen blieben aus.

Aus Gesprächen, welche Aussteller und Besucher untereinander führten, haben wir entnommen, dass wir dringend Abhilfe schaffen mussten.

Als ich nun 2006 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde, verlagerten wir die Ausstellung in ein neues Lokal.

Es war anfänglich eine schwere Aufgabe, die älteren Züchter für den neuen Standort zu begeistern.Ich jedoch stand zu meiner Entscheidung, und als wir dann die erste Versammlung in den neuen Räumen abhielten und die Mitglieder diese in Augenschein nehmen konnten,( incl. Ausstellungshalle), waren sie einverstanden.

Diese Veränderung hat dazu beigetragen, den Verein, das Hobby und die dadurch verbundene Liebhaberei zur Rassegeflügelzucht dem breiten Publikum auf neuem Wege präsentieren zu können.

Jetzt machten wir uns an die Arbeit.

Wir verteilten rund 2000 Einladungen und Plakate und rührten zu allen Anlässen kräftig die Werbetrommel.

Unter anderem sind wir in Kindergärten und Schulen gewesen, haben diese persönlich zu unserer Ausstellung eingeladen und gleichzeitig das Poster     „vom Ei zum Küken“ verteilt. Die Kinder waren sofort hellauf begeistert.

In einem Kindergarten hielt ich eine kindgerechte Tierbesprechung ab.

Zu Anfang war es für mich schwierig:  „wie kann ich die Kinder etwas über Rassegeflügel lehren“?

Den Anfang machte ich mit einem Legehybrieden. Dann gesellten sich meine  Zwerg-Brahma und Brahma hinzu.

Für die Kinder war es ein besonderes Erlebnis. Verschiedene Erzieherinnen jedoch hatten Angst vor den großen Brahma, weil sie so etwas noch nie gesehen hatten.

In einem anderen Kindergarten habe ich Küken in einem Schaubrüter schlüpfen lassen  und anhand von Postern und mitgebrachten Eiern, in welchen die Kinder das Wachstum der Embryonen über einer Schierlampe sehen konnten, das Interesse der Kinder für Geflügel geweckt. Danach haben direkt zwei weitere Kindergärten für einen Kükenschlupf angefragt.

Zu unserer ersten Ausstellung 2007 im Kaisersaal in Brachelen konnten wir 276 gemeldete Nummern verbuchen. Das waren schon mal 36 Nummern mehr wie im Jahr zuvor. Angefangen hat es mit Wasserziergeflügel, über Wassergeflügel, Hühnern, Zwerghühnern und Tauben.

Um auch die Jugend zu begeistern, stellten wir erstmalig eine angeschlossene Jugendabteilung mit attraktiven Preisen, welche von verschiedenen Sponsoren gestiftet wurden. 

An beiden Tagen konnten wir eine Vielzahl an Besuchern verbuchen.

Durch  den Kükenschlupf in einem Schaubrüter konnten die Besucher erleben, (nicht nur die Kinder), wie sich die Küken aus ihrem Ei befreien. Verschiedene Eltern nahmen dieses Angebot sehr ernst, sie kamen teilweise an diesem Wochenende zwischen fünf- und zehnmal  in den Ausstellungssaal, um mit ihren Kindern den Schlupf zu verfolgen. 

Viele Menschen die unsere Ausstellung besuchten, gaben uns positive Rückmeldungen. Sie waren völlig begeistert! Ein großer Teil der Besucher hätte nie gedacht, dass es Menschen gibt die Geflügel züchten um sich auf solchen Schauen mit anderern Züchtern zu messen und die Tiere danach dem breiten Publikum zu präsentieren.

Durch die verschiedenen Aktivitäten mit dem Schaubrüter, Tierbesprechungen in Kindergärten und Schulen und gezielter Werbung hoffe ich, das wir mehr Menschen für unser Hobby begeistern können, welche sich dann für die Rassegeflügelzucht interessieren und evtl. auch einem Rassegeflügelverein beitreten.

Aber gerade in unserer heutigen hektischen und computergesteuerten Gesellschaft wird es immer schwieriger, Menschen von diesem naturverbundenem Hobby zu überzeugen. Es sind ja nicht nur die Ämter, die manchen Züchter durch bauliche Auflagen Steine in den Weg legen. Hinzu kommen selbst in ländlichen Gegenden, dass sich die „liebe Nachbarschaft“ durch das Krähen der Hähne gestört fühlt. Manche gehen sogar drastische Wege, sodass diese Züchter aufgeben und ihre lieb gewonnene Zucht an den so genannten „Nagel“ hängen.

Aber wir lassen uns davon nicht abschrecken und gehen gezielt auf die Öffentlichkeit zu!

Wir wünschen uns, das die Mitgliederzahlen in den Vereinen anwachsen, die Freude an der Zucht anhält und auf den Ausstellungen die Besucherzahlen steigen damit wir unser geliebtes Hobby der breiten Öffentlichkeit weiterhin zugängig machen können.

 

Guido Beirowski

„ Edle Zucht“ Hückelhoven

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