Kreis Heinsberg:

 

Ausstellung bei Jungtier-besprechung größer als in den Vorjahren

 

27. August 2018 um 13:32 Uhr 2 Minuten

 

 

 

 

 

Die Jungtierbesprechung vom Kreisverband Heinsberg-Rur-Wurm der Rassegeflügelzüchter fand zum dritten Mal in ­Geilenkirchen-Leiffarth statt. Foto: Angela Cüster

 

Kreis Heinsberg Zum dritten Mal fand die Jungtierbesprechung vom Kreisverband Heinsberg-Rur-Wurm der Rassegeflügelzüchter in Geilenkirchen-Leiffarth statt. In diesem Jahr war die Ausstellung noch größer als in den beiden vorangegangenen Jahren. Insgesamt wurden knapp 90 Tiere ausgestellt.

 

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Mitgliedsvereine des Kreisverbandes sind Edle Zucht Hückelhoven, die Geflügelliebhaber Merbeck und der Rassegeflügelzuchtverein Selfkant und Umgebung. Dieses Mal waren auch Teilnehmer des RZV Odenkirchen und Umgebung dabei.

 

Ratschläge für die Besitzer

 

Die Preisrichter Willi Otermans und Ludjo Jobs, der bereits seit 55 Jahren als Preisrichter tätig ist, hatten viele Geflügelsorten zu begutachten. Die Begutachtung richtet sich nach dem Rassegeflügelstandard für Europa. Es wird nach Form, Farbe, Federstruktur, Kopfpunkten und Vitalität der Tiere geschaut. Bei der Jungtierbesprechung werden keine Preise verliehen. Die Preisrichter sehen sich die Hühner, Enten, Gänse und Tauben an und geben den Besitzern der Tiere Ratschläge, worauf sie bei der Zucht achten müssen, und geben ihnen wertvolle Tipps für mögliche Verbesserungen.

 

Unter den Enten befanden sich Lauf-, Sachsen- und Cajugaenten, bei den Hühnern waren unter anderem Ramelsloher, Bielefelder Kennhühner und schwarz-weiße Columbia zu sehen. Die Zwerghühner waren unter anderem mit diesen Rassen vertreten: Zwergitaliener, Zwergaustralorps und Zwergdresdnern. Unter den Tauben befanden sich auch Showraser, indische Pfautauben und altösterreichische Tümmler. Der Laie wundert sich, was es alles für Geflügelrassen gibt.

 

Die vierjährige Emma kümmert sich bereits um große Brahma und schwarz-weiße Columbia. Sie füttert die Tiere und sammelt die Eier ein. Den Stall mistet aber noch der Papa aus.

 

Vorwerkhuhn

 

Das Vorwerkhuhn war ebenfalls zur Begutachtung ausgestellt. Diese Hühnerrasse wurde ab 1900 von Oskar Vorwerk erzüchtet und 1912 zum ersten Mal öffentlich in Hannover vorgestellt. Vorwerkhühner sind sogenannte Zweinutzungshühner da sie eine gute Legeleistung und einen guten Schlachtkörper haben. Die Vorwerkhühner gelten als eine gefährdete Rasse und stehen auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte lediglich ein Züchter im Thüringer Wald noch 26 Hennen und zwei Hähne erhalten können. Um dem Aussterben entgegenzuwirken, wurde im Jahr 1999 ein Zuchtring für das Vorwerkhuhn gegründet. 2013 ist ein Bestand von 718 Hähnen und 3141 Hennen ermittelt worden.

 

Als nächstes Geflügelevent des Kreisverbandes findet am 3. und 4. November, jeweils ab 10 Uhr, wieder die Rassegeflügelzuchtschau im Brachelener Kaisersaal statt. Zuvor steht aber noch die Ausstellung „Land und Höhner der Geflügelliebhaber Merbeck am 27. und 28. Oktober auf dem Erlebnisbauernhof Böscherhof auf dem Terminkalender der Geflügelzüchter.

 

 

 

 

 


Der Rassegeflügelzuchtverein Edle Zucht hatte zur Kreisgeflügelschau in den Brachelener Kaisersaal eingeladen. Das Bild zeigt die erfolgreichsten Züchter. Foto: Koenigs

Geflügelschau: Edle Zucht präsentiert 283 Tiere

Kreis Heinsberg.
Zur Rassegeflügelausstellung, die auch als Kreisverbandsschau Heinsberg-Rur-Wurm ausgetragen wurde, hatte der Rassegeflügelzuchtverein Edle Zucht aus Hückelhoven in den Kaisersaal nach Brachelen eingeladen. Dort wurden die vielen Besucherinnen und Besucher lautstark von den 283 Tieren der 37 Aussteller willkommen geheißen.
Eine große Vielfalt an Geflügel, das im Kreisverband Heinsberg-Rur-Wurm innerhalb des Landesverband Rheinland gezüchtet wird, wurde vorgestellt. Erfreut zeigte sich der Vorsitzende Guido Beirowski von Edle Zucht darüber, dass auch sieben Jungzüchter insgesamt 56 Tiere präsentieren konnten.
Als Preisrichter waren Sabine Krüger, Ludjo Jobs, Karl Otto Semmler, Wilhelm Kämmerling und Willi Otermanns nominiert.
Kreismeister mit Zwerg-Brahma und 382 Punkten wurde Guido Beirowski. Den Jugend-Förderpreis mit Genter Kröpfer und 384 Punkten holte sich Tobias Portz. Den Leistungspreis auf Hühner / Zwerghühner gewann ebenfalls Guido Beirowski mit 571 Punkten vor Friedhelm Carpentier mit 564 Punkten sowie Lothar Wehner mit 564 Punkten. Den Leistungspreis auf Tauben gewann Stefan Schmitz mit 563 Punkten vor Tobias Portz mit 562 Punkten und Vladimir Lamm mit 561 Punkten.

Beim traditionellen Züchtertreffen am Abend im Brachelener Kaisersaal verbrachten die Züchter und Besucher angenehme Stunden im Kreise von Gleichgesinnten. Mit einem Grußwort verband der Vorsitzende des Kreisverbandes Heinsberg-Rur-Wurm, Heinz-Hermann Borgans, die Hoffnung, dass die Freude bei der Besichtigung der Tiere den einen oder anderen Besucher motiviere, sich einem Rassegeflügelverein anzuschließen.

Die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins  Edle Zucht waren in der Ausstellungssaison 2015 mit ihren Tieren auf den großen Schauen auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene sehr erfolgreich.

 

Insgesamt erhielten die Vereinsmitglieder ein halbes Dutzend wertvoller Auszeichnungen. Hier sind die Ergebnisse im Detail:

 

Der Jungzüchter Tobias Portz errang in Rheinberg bei der Rheinischen Landesverbandsausstellung mit einem seiner Genter Kröpfer blau mit der Note „vorzüglich“ das begehrte Rheinlandband, welches  zu den höchsten Auszeichnungen dieser Ausstellung gehört.

 

Auch Max Wehner erreichte wieder mit seinen Lachsfarbigen Zwerg- Wyandotten hohe Noten und erhielt verdient die Bundesjugendmedaille, welche vom Bund deutscher Rassegeflügelzüchter gestiftet wurde.

 

Stephan Bolten wurde mit seiner Kollektion Australorps  blau- gesäumt Rheinischer Landesverbandsmeister.

 

 

Guido Beirowski stellte seine Zwerg- Brahma rebhuhnfarbig- gebändert den Preisrichtern zur Europaschau in Metz in Frankreich vor. Dort wurde er mit seinen Tieren Vizeeuropameister.  Bei der Bundessiegerschau mit angeschlossener Deutschen Meisterschaft überzeugte er mit seinen Kollektionen. Er sicherte sich den Titel des deutschen Meisters und des Bundessiegers. Zudem stellte Beirowski eine von fünf Siegerkollektionen, welche unter den 7000 Zwerghühnern in verschieden Sparten aufgeteilt sind und vergeben werden.  Da er die beste Gesamtleistung unter allen gemeldeten 7000 Zwerghühnern zeigte, wurde ihm Ende Mai in Bad Orb Hessen in einem feierlichen Rahmen die goldene Staatsplakette des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verliehen. 

 

 

 

 

 

 

 

KREIS HEINSBERG.Der Kreisverband Heinsberg-Rur-Wurm der Rassegeflügelzüchter hatte zu seiner ersten Kreisjungtierbesprechung geladen. Dem Kreisverband gehören der Geflügelzüchterverein Edle Zucht Hückelhoven, die Geflügelliebhaber Merbeck und der Rassegflügelzuchtverein Selfkant und Umgebung an.

 

 

Vorzüge und Fehler der Tiere

 

Die Kreisjungtierbesprechung wurde ins Leben gerufen, um den Kontakt der Vereine untereinander zu stärken. Laut dem ersten Vorsitzenden Guido Beirowski sind solche Zusammenkünfte gerade für Anfänger in der Geflügelzucht wichtig. Da werden die Tiere von den Preisrichtern besprochen und die Vorzüge und Fehler der Tiere aufgezeigt.

 

Zu bestaunen und zu besprechen waren Hühner, Enten, Gänse, Zwerghühner und Rassetauben. Neben den von den Mitgliedsvereinen ausgestellten gefiederten Tieren waren auch Tiere des befreundeten Vereins aus Odenkirchen ausgestellt.

 

Gewinnertyp?

 

Als Preisrichter waren anwesend Helmut van Briel und Dr. Friedhelm Bartnik. Einen Gewinner im eigentlichen Sinne gab es bei dieser Veranstaltung nicht, da die Tiere noch zu jung sind und „nur“ das Entwicklungsstadium besprochen werden sollte. So kann erkannt werden, ob ein Tier ein Gewinnertyp ist.

 

Schlüpfen der Küken

 

Neben der Geflügelzucht haben sich die Mitglieder auch die Information über Geflügel auf ihre Fahnen geschrieben. So geht Guido Beirowski zum Beispiel mit Hühnereiern in Kindergärten und stellt die Eier dort in Schaubrutkästen aus. Die Kinder haben dann die Möglichkeit, das Schlüpfen der Küken beobachten.

 

Die vom Verein Edle Zucht ­Hückelhoven in Geilenkirchen-Leiffarth auf dem Hof der Familie Hans-Peter Schmitz ausgerichtete Veranstaltung war sehr gut besucht und fand mit einer Verlosung ihren Abschluss.

 

Ein Termin zum Vormerken: Am 26. und 27. November findet in Hückelhoven-Brachelen im Kaisersaal die alljährliche Rassegeflügelausstellung statt.

 

 

 

 

 

Kontaktpflege und Expertentipps bei Kreisjungtier- besprechung

 

Letzte Aktualisierung: 14. August 2017, 13:04 Uhr

 

 

 

 

„Kontaktbörse“: Rassegeflügelzüchter trafen sich zur Besprechung in Leiffarth. Foto: Angela Cüster

 

 

 

Kreis Heinsberg. Nach dem letztjährigen Erfolg fand jetzt im Geilenkirchener Stadtteil Leiffarth die zweite Kreisjungtierbesprechung vom Kreisverband Heinsberg-Rur-Wurm der Rassegeflügelzüchter statt.

 

Diese „Kontaktbörse“ der Vereine des Kreises Heinsberg – Edle Zucht Hückelhoven, Geflügelliebhaber Merbeck und Rassegeflügelzuchtverein Selfkant und Umgebung – sollte einerseits der Kontaktpflege dienen, aber auch um voneinander zu lernen.

 

Die Besprechung, geleitet von Ludjo Jobs und Franz Gertz, hat den Zweck, den Züchtern eine Hilfestellung in der Zucht zu geben. Bei der Zucht sollen die positiven und gewünschten Vorteile der Tiere hervorgehoben und die unerwünschten Eigenschaften möglichst gering gehalten werden.

 

Unter dem ausgestellten Geflügel befanden sich in diesem Jahr auch Zwergseidenhühner von der erst 15-jährigen Elisa Dongowski. Seit 2014 befasst sich die Zehntklässlerin nun schon mit den kleinen flauschigen Seidenhühnern. Die Tiere in den Farben perlgrau, schwarz und schwarz-gescheckt sind erst wenige Monate alt und sehen aus wie „Huhn mit Federflausch auf dem Kopf“, so heißt es. Marco Polo soll sie nach seiner Reise nach China bereits beschrieben haben.

 

Ein anderes Highlight waren die Zwerg-Cochin-Hühner, die von dem dreijährigen Mats mit Unterstützung seines Vaters, dem ersten Vorsitzenden des Verbandes, Guido Beirowski, gezüchtet werden. Zwerg-Cochin hießen ursprünglich „Peking-Bantram“ und wurden Mitte des 19. Jahrhunderts aus China in Europa eingeführt. Sie sollen bereits vor 1000 Jahren an asiatischen Königs- beziehungsweise Kaiserhöfen gehalten worden sein. Daneben gab es auch Groß-Cochin-Hühner zu sehen.

 

Der britische Seefahrer und Polarforscher Edward Belcher brachte die heute circa 70 Zentimeter großen, sehr zahmen Hühner als Geschenk für Queen Victoria 1842 von einer Asienreise mit. Groß-­Cochin gehören zu den schwersten und größten Hühnern. Von vielen Geflügelsorten gibt es Groß- und Zwergformen. Die beiden Cochin-Hühner-Arten haben allerdings keine gemeinsamen Vorfahren.

 

Die im vergangenen Jahr angekündigte alljährliche Rassegeflügelausstellung musste wegen der Vogelgrippe ausfallen. Glücklicherweise war keines der Mitglieder des Kreisverbandes Heinsberg betroffen. In diesem Jahr findet die Ausstellung am 4. und 5. November im Kaisersaal in Brachelen statt.

 

Vorher stellen die Geflügelliebhaber Merbeck am 28. und 29. Oktober im Rahmen der 33. Grenzlandschau auf dem Erlebnisbauernhof Böscherhof ihre gefiederten Tiere aus.

 

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